Allgemeiner Beitrag

Bilder 40er Jahre

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Alte Postkarten

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Tanzen ist Träumen mit den Füßen

Ganz nach diesem Motto leben und tanzen wir, die Mädels der Tanzgruppe des Heimatverein Butzweiler.

Tanzgruppe 2014Seit mehreren Jahren besteht unsere Gruppe und wir konnten schon viele schöne Tänze zu Fastnachtsveranstaltungen oder anderen Festen präsentieren. In lockerer und immer lustiger Atmosphäre proben wir jeden Montagabend von 17.45 Uhr bis 18.45 Uhr im Raum des Heimatvereins im Bürgerhaus Butzweiler.

Unsere Tänzerinnen sind zwischen 15 und 17 Jahren alt.

Jeder, der genauso viel Lust am Tanzen hat, ist bei uns herzlich willkommen!

Nina Lieser, Hanna Neu, Maike Kimmlingen, Eva Gerten, Luisa Fischer, Alisha Mayer, Carolin Brand, Melanie Potemke, Lena Neu

Die Vereinsgeschichte

Die hier aufgeführten Zeitabschnitte sollen einen Einstieg bzw. Überblick von der Vereinsentwicklung der vergangenen Jahre liefern. Darüber hinaus bietet sich hier auch die Gelegenheit für eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit. Butzweilerer werden viele Namen und auf den Bildern Einrichtungen und Orte wieder erkennen, die mit der Geschichte unseres Vereins verbunden sind. Und auch vielleicht sich selbst!

Abschnitte der Vereinsentwicklung:

→ Die Vereinsgründung im Dezember 1982
→ Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Kordel
→ Das Jahr 1983
→ Das Jahr 1984
→ Das Jahr 1989
→ Vorstände seit 1982
→ Ehrenmitglieder
→ verstorbene Ehrenmitglieder
→ Inhaber der Goldenen Ehrennadel



Die Vereinsgründung im Dezember 1982

Im Herbst 1982 wurden Vorbereitungen und Formalitäten zur Gründung eines "Heimatvereins" getroffen. Die Gründungsversammlung fand am 11. Dezember 1982 im Saale Pauli statt. In die Anwesenheitsliste trugen sich 45 Personen ein. Die Versammlung wählte in den Vorstand als Vorsitzenden Wilhelm Pregler, als Stellvertreter Klaus Pauli, Schriftführer Michael Fusenig, Kassierer Heinrich Wagner jun. und als Beisitzer Manfred Huberti. Es war erfreulich, wie viel Menschen aus Butzweiler, ob Einheimischer oder Zugezogener, ob jung oder alt, in dem neuen Verein eine Möglichkeit sahen, nach ihren Vorstellungen für ihr Dorf, ihre neue Heimat, einen Beitrag leisten zu wollen. Am 20. Dezember 1982 wurde die Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Trier vollzogen.

Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Kordel

Auf Einladung des Heimatvereins Kordel besuchten Pregler und Pauli deren Generalversammlung. Dabei wurden Vereinbarungen zur Zusammenarbeit getroffen, die bis heute freundschaftlich gepflegt und zum Nutzen beider Dörfer beitrugen und weiterhin beitragen werden.

Das Jahr 1983

Am 5. Februar 1983 fand die erste Kappensitzung unter der Regie des Heimatvereins in Butzweiler im Saale Pauli statt. Die "AG Fastnacht", die Rita Weber leitete, bewies großes Organisationstalend und hatte bei den Jugendlichen des Dorfes starkes Interesse ausgelöst. 65 Akteure bestritten das Programm. Die KJB unter der Leitung von Marlies Michels half aus der ersten Geldknappheit zur Ausstattung der Garde heraus, die als Tanzgruppe ein Vorzeigestück des HVB ist. Die Orden, der "Butzweiler Michel" als Zinnfigur, besorgte Klaus Gerteis aus Aach. Josef Weyand gestaltete mit Musikern aus Biewer und dem Musikverein Butzweiler den musikalischen Rahmen. Als Gruppe kamen das etwas ältere "Mädchen" mit Maria Laudor, die sich später den Namen "Spätlese" erwarb, die "Boarspaatzen", eine Männergesangsgruppe um Berthold Lieser, das nicht klein zu kriegende Männerballett und die in immer neuen Variationen auftretenden Mädchen um Marita Schergen und Christel Hewener. Die Bühnenbilder malten: Herbert Schmidkonz, Vinzenz Kopp und Monika Wirbals.
Der Heimatverein rief 1983 ein altes Brauchtum, "de Hettestaang vabränen", am ersten Fastensonntag in Butzweiler wieder ins Leben. Dieser Einladung, der eine Wanderung unter Leitung von Klaus Barinka und Heinrich Wagner vorausging, folgten über 200 Leute aus dem Dorf. Nach einer geschichtlichen Betrachtung über das Brauchtum der "Hettestaang" durch den 2. Vorsitzenden, brannten die "Füchse", die von Ihnen errichtete Hüttenstange ab. Mit Glühwein bewirtet, wurden die Teilnehmer von den Mädchen der Garde und von freiwilligen Helferinnen des Heimatvereins.

Das Jahr 1984

Die ersten Gehversuche des Vereins waren vielversprechend, doch kurz vor der Kappensitzung legte am 4. Februar 1984 Wilhelm Pregler sein Amt als Vorsitzender nieder. Der 2. Vorsitzende stand dem Verein bis zur nächsten Jahreshauptversammlung vor.

Das Jahr 1989

Bei der Mitgliederversammlung am 30. September 1988 kam ein Antrag der "Borarspaatzen", die Kappensitzung des Vereins in die Turnhalle zu verlegen. Die Abstimmung zu diesem Punkt brachte nicht die nötige Mehrheit. Die Kappensitzung 1989 fand noch wie am bisher alten Ort und in alter Manier statt. Es war die letzte vom Heimatverein gestaltete Sitzung. Ende desselben Jahres plädierten auch die Mädchen der Tanzgruppe für die Turnhalle. Wilma Gerten (heute Hartz) brachte alle Ortsvereine zu einer AG Karneval zusammen, wobei die Mädchen der Tanzgruppe und andere Mitglieder des Heimatvereins die Sitzung 1990 dann tatkräftig unterstützten.

Vorstände

1982 - 1984 1. Vorsitzender Wilhelm Pregler ( 2010)
  2. Vorsitzender Klaus Pauli ( 2004)
  Schriftführer Michael Fusenig
  Kassierer Heinrich Wagner jun.
  Beisitzer Manfred Huberti

 

1984 - 1985 1. Vorsitzender Nikolaus Lieser
  2. Vorsitzender Klaus Pauli ( 2004)
  Schriftführer Heinrich Wagner jun.
  Kassiererin Silvia Jacobs (heute Kirchen)
  Beisitzer Roland Seifert

 

1985 - 1988 1. Vorsitzender Klaus Lieser
  2. Vorsitzender Klaus Pauli ( 2004)
  Schriftführer Franz Anzenhofer
  Kassierer Heinrich Wagner jun.
  Beisitzer Matthias Kopp

 

1988 - 1991 1. Vorsitzender Klaus Lieser
  2. Vorsitzender Klaus Pauli ( 2004)
  Schriftführer Franz Anzenhofer
  Kassierer Heinrich Wagner jun.
  Beisitzer/in Dieter Puderbach (bis 1990)
    Heike Schergen (heute Otto) (ab 1990)

 

1991 - 1. Vorsitzender Klaus Lieser
  2. Vorsitzender Klaus Pauli ( 2004)
  Schriftführer Manfred Huberti
  Kassierer Heinrich Wagner jun.
  Beisitzerin Tanja Proost (heute Wolf)



Ehrenmitglieder

Nospes Hilde
Oeffling Hilde
Schmidkonz Adelheid

 

verstorbene Ehrenmitglieder

Hausner Anna ( 2009)
Hausner Josef
Jansen Anton ( 2009)
Karren Anton ( 2013)
Kopp Bernard ( 2015)
Laudor Maria
Neth Änni ( 2011)
Nospes Peter
Oeffling Herrmann
Pauli Johann ( 1987)
Pauli Klaus ( 2004)
Roth Matthias
Schmidkonz Herbert
Schmitt Anna
Schmitt Barbara
Steinbach Maria
Wagner Heinrich sen. ( 2017)
Wegner Günther
Wuttke Anna

 

Inhaber der Goldenen Ehrennadel

Beusing Julius ( 2011)
Oeckei Siggi

 

 

 

 

 

 

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So erreichen Sie den HVB:
Postanschrift:
Heimatverein Butzweiler e.V.
Herrn Nikolaus Lieser
Remigiusstr. 1
54309 Newel-Butzweiler

Tel.: (0 65 05) 87 55  
eMail: vorsitzender (at) heimatverein-butzweiler.de

Wir würden uns sehr freuen, Sie als neues Mitglied willkommen heißen zu dürfen!


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Sieben Wasserfälle

Der Butzerbach entspringt in Butzweiler und fließt in östlicher Richtung. Er bildet sieben Wasserfälle (Butzerbachfälle) und mündet nach ca. 3 km in der Nähe der Burg Ramstein in die Kyll.

Der Naturerlebnisweg, als Teil des Premiumwanderweges „Römerpfad“ führt über Furten und 2 Hängebrücken vom Wanderparkplatz Burg Ramstein in Richtung Butzweiler.

Der Weg wurde erstmals 1911 durch den Eifelverein Kordel ausgebaut. Nach dem 2. Weltkrieg kümmerte sich Johann Pauli um den Weg und baute ihn mit Brücken und Stegen aus. Der Weg war gleich als „Zu den 7 Wasserfällen“ bekannt.

Später erfolgten Erhaltungsmaßnahmen durch das Forstamt mit Unterstützung der Katholischen Jugendgruppe Butzweiler „Die Füchse“ und der Heimatvereine aus Kordel und Butzweiler.

Durch das Unwetter im Jahre 2000 wurde der gesamte Weg zerstört. Das Ausmaß der Zerstörung war nicht mehr mit Freiwilligen der Vereine zu beseitigen.

Bereits 2001 wurde durch EU- und Landesmittel sowie Haushaltsmittel der Verbandsgemeinde und der Gemeinden Kordel und Butzweiler (ca. 330.000 DM) der Weg unter Projektleitung des Vereins Naturpark Südeifel wieder hergestellt.

Nach Fertigstellung können wir mit Stolz von einem touristischen Highlight sprechen.

Um den Bestand des Naturdenkmals Butzerbachtal auf Dauer zu gewährleisten, wurde bei der Einweihung des ersten Teilabschnittes ein Patenvertrag seitens der Verbandsgemeinde Trier-Land und den Gemeinden Kordel und Newel sowie als Partner die Heimatvereine Butzweiler und Kordel sowie dem Wanderverein Kordel geschlossen. So wird gewährleistet, dass der Wanderweg auch in Zukunft in einem sicheren Zustand genutzt werden kann. Hierzu zählen auch monatliche Inspektionen der Hängebrücken.

Quelle: Klaus Pauli (Butzweiler und seine Umgebung)

De "Hettestang"

Hettestang 1Das Abrennen der „Hettestang“ hat seinen Ursprung im frühen Mittelalter und ist an die beginnende Fastenzeit gekoppelt. In der südlichen Westeifel verwendet man für das Fastenfeuer die Bezeichnung „Hette“, was mit dem hochdeutschen Wort Hütte gleichzusetzen ist.

Hettestang 2Wahrscheinlich bestehen auch Zusammenhänge mit den germanischen Sonnenwendfeiern. Zu den Todesstrafen der Germanen gehörte unter anderem auch der Feuertod.

Traditionell wird die "Hettestang" am Sonntag nach Fastnacht abgebrannt. 

Hymne von Butzweiler - Eifelland

Zum Begriff "Heimat" schreibt der Schriftsteller Siegfried Lenz:

"Heimat - ist der Winkel vielfältiger Geborgenheit, der Platz, an dem man aufgehoben ist in der Sprache, im Gefühl - und es ist der Flecken, an dem man wiedererkannt wird."


Aus diesem Gefühl heraus, entstand die "Hymne von Butzweiler - Eifelland", ein von einem Vereinsmitglied teilweise umgetextetes Eifellied, das beim ersten öffentlichen Auftreten des Heimatvereins von der Männergesangsgruppe des Heimatvereins, den "Boaspaatzen", vorgetragen wurde.

 

"Hymne von Butzweiler - Eifelland"

1. Im schönen Eifelland, da ist mein Zuhaus,
wo ich gespielt als Kind, pflückte den ersten Strauß.
Wo die Wälder ringsum stehn, beschirmen das Tal.
Blumen blühn überall, leis rauscht ein Wasserfall.

Bächlein trag diese Weise über Stock und über Stein,
nimm mit sie auf die Reise, denn es soll ein Gruß von mir sein.
Grüße alle, die mal an diesem Ort, grüß alle die hier gelebt so gern,
die einst das Schicksal führte fort, und heut' von Butzweiler fern.


2. Ich weiß im Eifelland ein kleines Tal,
da traf die Liebste ich zum ersten mal.
Hinterm Jugenwald da ging die Sonne zur Ruh -
Feierabendglockenklang, der Mond schaute uns zu.

Sterne, ihr alle dort oben - gebt auf unsere Liebe acht.
Mond, der da kommst gezogen - halte dabei treue Wacht.
Oftmals möcht' ich noch die Wege gehn, die wir zusammen so Hand in Hand -
und dann beim Glockenläuten schau'n, übers Butzweiler Land.

Klaus Pauli - Mundartdichter und Heimatforscher

Klaus Pauli wurde am 31.07.1925 in Butzweiler geboren und wuchs unter der Obhut seiner vier Schwestern und seiner Eltern Anna und Johann Pauli in der von seinem Vater übernommenen Gastwirtschaft in Butzweiler auf. Die Schulzeit absolvierte er in der Volksschule Butzweiler. Nach der Volksschule erlernte er den Beruf des Tiefbautechnikers beim Städtischen Hochbauamt in Trier und übte diesen Beruf bis Ende 1942 aus.

Seine wohl schwerste Zeit begann als 17-jähriger mit der Einberufung zu den Soldaten im Januar 1943. An Pfingsten 1945 geriet er in amerikanische Gefangenschaft, aus der er im November 1946 entlassen wurde und in sein Heimatdorf Butzweiler zurückkehren konnte.

Er fand zunächst eine Anstellung beim Eichamt Trier als Eichhelfer. Auf Grund dieser Tätigkeit lernte er seine Heimat, die gesamte Eifel-Region, durch die vielen Fahrten zu seinen Kunden erst richtig kennen. Im Mai 1952 heiratete er Katharina Pauli, geb. Funk und übernahm von seinen Eltern die Gastwirtschaft, das Gasthaus "Pauli", (heute Gasthaus "Am Brunnen"). Dann wurden die Töchter Ruth, Ilse und Marion geboren. Fortan legte er großen Wert auf Familie und den Ausbau seiner Existenz. Die Gastätte wurde immer belieber und so lohnte es sich, 1959 einen Saal zu bauen.

Der Saal war bis zum Bau des Bürgerhauses in Butzweiler im Jahre 1995 der einzige große Raum für Feste, Feiern, Tanz und Theaterspiel im Dorf und wurde auch reichlich genutzt.

Zwischenzeitlich engagierte er sich in der "Dorfpolitik". Er war langjähriges Mitglied im Gemeinderat und konnte sein Wissen und sein besonnenes Wesen in vielen Beschlüssen und Beratungen mit einbringen.

Im Januar 1991 trat er seinen wohlverdienten Ruhestand an und wohnte fortan in seinem Haus in der Schustraße in Butzweiler. Im Jahre 1997 starb seine Frau Kathi.

Neben seinem beruflichen Leben, hatte er quasi noch ein "zweites" Leben - die Heimatgeschichte. Bei seinen Forschungen über Butzweiler entwickelte sich neben seinem Interesse für Heimatgeschichte, Geschichte des Christen- und Judentums, die Leidenschaft für Geschichte an sich.

So liebte er es, in alten Dokumenten, Kirchenbüchern usw. zu stöbern. Er verbrachte Stunden im Zentralarchiv in Koblenz sowie im Stadtarchiv Trier, mit langen, ausgiebigen Gesprächen mit Herrn Dr. Nolden.

Man fand ihn in der Wirtschaft entweder beim Bierzapfen, Kartenspielen, oder beim Studium von Urkunden und alten Schriften und er unterhielt sich dann gerne an der Theke mit Interessierten über dieses Thema.

So kam es unweigerlich dazu, etwas für die Erhaltung und Pflege des Brauchtums in Butzweiler zu tun. Im Jahre 1982 war er Mitbegründer des Heimatvereins Butzweiler, in dessen Vorstand er lange Jahre tätig war.

Auf dieser Plattform fing Klaus an, sein Wissen niederzuschreiben und mit Hilfe des Heimatvereins zu veröffentlichen. Zuerst in Aufsätzen, Beiträgen für Festschriften usw. und schließlich in der Chronik von Butzweiler.

1985 - begann er mit der Schrift "Schule gestern und heute" anlässlich der Einweihung der Grundschule Aach-Newel. Hierbei handelt es sich um den Werdegang der Schule in unserem Dorf mit einer Betrachtung der Geschichte unserer Dörfer.

1988 - folgte die Herausgabe der Schrift "Butzweiler und die Juden", anlässlich des 50-jährigen Gedenkens an die auch in Butzweiler durchgeführte Judenvertreibung. Diese Schrift widmete Klaus Puli den Kindern von Butzweiler als Mahnung und um daraus zu lernen.

1993 - erschien schließlich sein Hauptwerk unter dem Titel "Butzweiler und seine Geschichte". Hier konnte er sich verwirklichen, das ist sein Lebenswerk. Dafür hat er unendlich viele Urkunden studiert, Archive in Trier und Koblenz so lange durchstöbert bis er das hatte, was er wollte. Ein wesentlicher Beitrag lieferten ihm die vielen Gespräche mit älteren Bürgern über die alte Zeit. Auch war es nur so möglich, alte Fotos und Texte zu sammeln. Jeder der die Chronik gelesen hat und ihn gekannt hat, wird den feinen, tiefsinnigen Humor erkennen, den nur er so einzigartig sogar in ein Geschichtswerk einbringen konnte.
Putzlöcher und Langmauer sind Geschichtsdenkmäler vor Ort, die ohne seine Forschung und ohne seinen persönlichen Einsatz nicht den Bekanntheitsgrad erreicht hätten, den sie heute innehaben. Wer das Glück hatte, eine Führung in den Pützlöchern mit ihm zu erleben, wird dies in bleibender Erinnerung behalten. Die römischen Steinhauer und Mineraliensucher standen einem fast greifbar vor Augen. So konnte er Geschichte lebendig erzählen, besonders für Kinder

1989 - verfasste er zusammen mit E.P. Gotthard die Broschüre "Butzweiler - Putzlöcher - Kirche - Langmauer".

2002 - wirkte er mit seinen Aufsätzen über die Burg Ramstein, die Langmauer und Wegekreuze zuletzt bei der Broschüre "Butzweiler und seine Umgbung" maßgeblich mit.

2005 - erschien der Artikel "Verschollen in Napoleons Armee" in Heft 4, Jahrgang 50, 2004 - Grundlage war ein Feldpostbrief des Soldaten Mathias Erdel aus Butzweiler und handelt von seinen ahnungsvollen Befürchtungen vor dem nahenden Krieg im Jahr 1812.

Der letzte Artikel von ihm erschien 2006 - "Butzweiler unter der Knute von Ramstein - Der Streit um den Langhalm" in dem er die im 16. Jahrhundert lange Jahre andauernden Grenzstreitigkeiten zwischen dem Burgherrn von Ramstein und den Gemeinden Kordel und Butzweiler erläuterte, sowie den gerichtlichen Streit um das Recht der Butzweilerer Bauern für ihr Vieh, das Gras an Wegrändern, im Wald und auf abgeernteten Feldern (Langhalm) zu nutzen. Hierzu hatte er über zwei Jahre die handschriftlichen Prozessschriften aus den Jahren 1570 bis 1572 entziffert und studiert.

Leider konnte er seine letzten veröffentlichten Artikel in den Landeskundlichen Vierteljahresblättern nicht mehr selbst lesen.

Der Druck erfolgte nach seinem Tod.

Von einer ganz anderen Leidenschaft von Klaus war bisher noch nicht die Rede: von der Mundart oder wie er sich lieber ausdrückte: vom "Platt". Das war seine Sprache. Mit ihr konnte er sich ausdrücken.

Besonders gerne tauschte er sich mit Kindern, möglichst auf Butzweiler Platt über das Dorf und die Geschichte oder über das Leben aus. Zu diesem Zweck wurde er des öfteren von der Grundschule Butzweiler eingeladen, um Kindern und Jugendlichen sein geschichtliches Wissen auf seine eigene Art zu vermitteln.

Für uns unvergessen wird Klaus in seinen Mundartvorträgen bleiben. Er wollte eigentlich nie im Vordergrund stehen, liebte es aber, seine Vorträge zum Besten zu geben. Hier konnte er seinen manchmal deftigen Humor so richtig ausleben und zum Ausdruck bringen.

Er wurde gerne zu Mundartvorträgen eingeladen. So war er viel unterwegs und hat mit seinen Vorträgen auch außerhalb von Butzweiler sehr viel Freude verbreitet.

Bei den vom Heimatverein Butzweiler durchgeführten Mundartabenden war er immer die Hauptperson, ohne dass er dies wirklich wollte. Es hat sich immer durch seinen Vortrag so ergeben.

Am 4. Dezember 2004 verstarb Klaus Pauli.

Wir vermissen ihn, seine Person, seine Stimme, seine Geschichten, seinen Humor, seinen Rat, seine Hilfe aber auch sein Lachen.

(verfasst von unserem Vorsitzenden Nikolaus Lieser)